Lebensversicherung verkaufen - Neue Policenbörse
30. Okt 2008 von Jutta
Die Börse Hamburg-Hannover stellt seit einiger Zeit eine Plattform für den Handel mit Lebensversicherungen zur Verfügung. Mit einem völlig üblichen Bietverfahren, ähnlich wie bei einer Auktion, können Lebensversicherungen an den Mann oder die Frau gebracht werden.
Verkauf für laufende Lebensversicherung
Es gibt allerdings eine Besonderheit: Das Mindestgebot ist identisch mit dem aktuellen Rückkaufswert der Versicherung. Man kann mit kapitalbildenden Lebensversicherungen und Rentenversicherungen handeln, die einen Rückkaufswert höher oder gleich 10.000 Euro haben. Fondsgebunden Policen müssen aber einen Rückkaufswert von 25.000 Euro aufweisen. Wie lange die Versicherungen noch laufen, ist völlig gleichgültig, nur dürfen sie selbstverständlich noch nicht fällig sein.
Keine Kosten bei Fehlschlag
Die Policenbörse in Deutschland hat eine spezielle Plattform eingerichtet, auf der man online seine Versicherungen einstellen und verkaufen kann. Auf einer entsprechenden Internetseite kann man sich registrieren lassen, die Daten des Vertrages werden erfasst und dann zunächst anonym veröffentlicht. Nach fünf Tagen kann sich der Verkäufer das Höchstgebot ansehen und entscheiden, ob er es annimmt oder nicht. Wird es angenommen, wird der Verkauf direkt zwischen den beiden Parteien unter Dach und Fach gebracht. Lehnt der Verkäufer den Handel ab, entstehen keinerlei Kosten. Kommt der Deal zustande, muss der Käufer 0,8 Prozent des Kaufpreises als Gebühr an die Börse zahlen.
Steuer greift erst 2009 zu
Die Steuer kann beim Verkauf einer Lebensversicherung bis zum Ende diesen Jahres nicht zugreifen. Die Abgeltungssteuer ab 2009 wird aus der Differenz zwischen dem erzielten Verkaufsbetrag und den eingezahlten Prämien berechnet. Verträge, die vor 2005 abgeschlossen wurden, müssen nicht versteuert werden. Dagegen sind Verträge ab 2005 grundsätzlich vom kommenden Jahr an steuerpflichtig.
