Lebensversicherungen: Trotz Wirtschaftskrise gute Erfolge
12. Feb 2009 von Jutta
Das Jahr 2008 war völlig beherrscht von der Finanz- und Wirtschaftskrise. Trotzdem war es den Unternehmen der deutschen Lebensversicherer möglich, die Einnahmen bei den Beiträgen zu steigern. Auch beim Neugeschäft waren die Versicherer erfolgreich.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) teilte am 05. Februar 2009 mit, dass die Beitragseinnahmen im Jahr 2008 mit gut 76 Milliarden Euro um 0,9 Prozent höher lagen als im Jahr 2007. Das Neugeschäft mit laufenden Beiträgen ging auf 6,85 Milliarden Euro nach oben, was einem Zuwachs von knapp sieben Prozent entspricht. Das Geschäft mit den Einmalbeiträgen brachte Zuwächse von 3,3 Prozent und erhöhte sich auf 12,3 Milliarden Euro.
Begriffsklärung
Zur Erläuterung: Laufende Beiträge, das bedeutet einen „normalen“ Abschluss einer Lebensversicherung, bei dem monatlich Beiträge über einen bestimmten Zeitraum gezahlt werden. Beim Abschluss einer Einmalbeitrags-Police wird der Betrag für die ganze Laufzeit der Versicherung auf einmal eingezahlt. Das kann dann sein, wenn beispielsweise beim Start des Ruhestandes sofort eine Rentenversicherung notwendig ist.
Letztes Quartal 2008 sehr ergiebig
Vor allem im letzten Quartal des Jahres 2008 war das Neugeschäft besonders gut. Eigentlich erstaunlich, weil gerade in dieser Zeit die Krise sich noch einmal verschärft hat. Zwischen Oktober und Dezember gab es ein Viertel mehr neue Verträge als im dritten Quartal 2008. Auch die kontinuierlichen Beiträge erhöhten sich auf über zwei Milliarden Euro, eine Erhöhung um fast 50 Prozent. Die endgültigen Geschäftszahlen werden Ende März 2009 bekannt gegeben, und zwar im Rahmen einer Pressekonferenz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer.
Absicherung wird immer wichtiger
Auch wenn es bisher lediglich vorläufige Jahreszahlen gibt, so sieht der GDV-Vorsitzende Jörg von Fürstenwerth den Grund für die eindeutig positive Entwicklung bei den Lebensversicherungen in dem stetig wachsenden Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit. Sie wollen vor allem verlässliche Leistungen, was ihre Altersvorsorge angeht. Doch die Vorsorge sei immer noch nicht ausreichend, meint der GDV-Chef. Bei sinkendem Rentenniveau hätten sowohl die Vermittler als auch die Politiker die Pflicht, die immer größer werdenden Lücken in der Versorgung aufzuzeigen und deutlich zu machen.
