Gefährliche Berufsunfähigkeit: Versicherung bringt Sicherheit
24. Mrz 2009 von Jutta
Hausrat, Unfall, Verdienstausfall: In unserem Land kann alles mögliche versichert werden und das wird es auch. Doch gerade bei einer der wichtigsten Absicherungen üben sich viele Menschen in Zurückhaltung. Nur jeder sechste Bundesbürger hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen.
Immer mehr arbeitende Menschen stehen vorzeitig vor dem beruflichen Aus. Die Zahl derer, die vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden müssen, wird immer größer. Dabei geht es vorrangig nicht so sehr um Unfälle oder körperliche Unzulänglichkeiten, denn solche Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind rückläufig. Bedenklich muss stimmen, dass in den letzten Jahren vielmehr psychische Krankheiten und Beeinträchtigungen drastisch zugenommen haben. Bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit ging es bei 30 Prozent der Betroffenen um psychische Probleme. Innerhalb von 10 Jahren hat sich dieser Anteil verdoppelt.
Gesetzliche Rente nicht für Jüngere
Es besteht also durchaus Handlungsbedarf. Denn die Rentenreformen haben bewirkt, dass es nur noch Rentenzahlungen wegen teilweiser oder vollständiger Erwerbsminderung gibt. Dabei gilt als teilweise erwerbsgemindert, wenn man mindestens drei, aber keine sechs Stunden mehr arbeiten kann. Doch wo soll ein entsprechender Arbeitsplatz herkommen? Vor allem jüngere Menschen haben in solchen Fällen schlechte Karten: Eine gesetzliche Rente wegen Erwerbsminderung steht nur dem zu, der drei Jahre Pflichtbeiträge eingezahlt und eine Wartezeit von fünf Jahren hinter sich gebracht hat.
Berufsgruppe bestimmt Beitragshöhe
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist also sehr wichtig. Die Versicherer beziehen sich meistens auf eine Einteilung in mehrere Berufsgruppen, bei denen die Beitragshöhe sehr unterschiedlich ausfallen kann. Apotheker, Architekten, Buchhalter und andere Büroarbeiter befinden sich beispielsweise in der Gruppe 1. Hier gibt es keine außergewöhnlichen Gefährdungen und damit auch die niedrigsten Prämien. Anders sieht das bei Bauarbeitern, Arbeitern im Schlachthof oder anderen aus, die schwere körperliche Arbeit verrichten müssen. Nach den statistischen Auswertungen der Versicherer ist hier die Berufsunfähigkeitsrate dreimal höher als bei Bankern. Also sind in dieser Gruppe die Beiträge sehr viel höher.
Achtung beim Versicherungsabschluss
Es gibt ein paar Grundregeln beim Abschluss einer Berufsunfähigkeits-Police, die beachtet werden müssen:
Ein Vergleich verschiedener Versicherungen und ihrer Angebote lohnt immer. Gesundheitsfragen müssen ehrlich beantwortet werden, denn sonst kann der Versicherungsschutz gefährdet sein.
Die vereinbarte Leistung muss 75 Prozent des Nettoeinkommens ausmachen. Deshalb sollten junge Menschen darauf achten, dass der Vertrag Anpassungen nach oben ermöglicht. Günstig sind solche Erhöhungen ohne nochmalige Gesundheitsprüfung.
Beim Abschluss einer Versicherung sollte das Augenmerk nicht allein auf die Beitragshöhe gerichtet sein. Genauso bedeutend ist der angebotene Leistungskatalog.
