Abwrackprämie: Ist der Ansturm schon vorbei?
17. Apr 2009 von Jutta
Der Sprecher des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat mitgeteilt, dass die Nachfrage nach der Umweltprämie zumindest im Moment nicht mehr so groß ist. Es gibt derzeit nur noch einige tausend Anträge zu bearbeiten.
Allerdings sind bis Mitte April bereits 1,2 Millionen Anträge über das Internet eingegangen. Mit dem Datum vom 16. April 2009 will nun das BAFA die ersten Reservierungsbestätigungen auf den Weg schicken. Das gilt im Moment für die ersten Internetanträge. Wenn die Antragsteller diese Bestätigungen bekommen, können sie einen Zeitraum von sechs Monaten nutzen, um alles Nötige zu erledigen. Sie müssen dann beispielsweise das alte Auto verschrotten und das neue Fahrzeug zulassen. Offensichtlich gilt das aber noch nicht für alle Anträge, denn zunächst sollen nur 120.000 Bestätigungen zugestellt werden.
Ohne Geld keine Bestätigung
Der Grund liegt einfach darin, dass es zwar die Zusage gibt, dass der Fördertopf aufgestockt werden soll, die Mittel aber noch nicht zur Verfügung stehen. Wenn dann alles in trockenen Tüchern ist, werden auch die restlichen Bestätigungen verschickt werden. Mancher Antragsteller wird sich wohl noch ein bisschen gedulden müssen. Doch BAFA-Sprecher Volker Anders hat betont, dass man nichts unternehmen müsse, sollte in den nächsten Tagen keine Bestätigung vom Bundesamt im Briefkasten liegen. Es werden alle Anträge bearbeitet, wenn das Geld tatsächlich zur Verfügung steht.
“Altlasten” verzögern Abarbeitung
Man darf auch nicht vergessen, dass die rund 480.000 Anträge aus der Zeit vor der Online-Reservierung auf ihre Bearbeitung warten. Diesen veritablen Berg an Arbeit teilen sich im Moment gerade mal 120 Mitarbeiter des Bundesamtes. Es sollen noch 30 zusätzliche Leute eingestellt werden. Vielleicht werden die Anträge dann ein bisschen zügiger bearbeitet.
Direktversicherungen auf dem Vormarsch
Im Sog der Abwrackprämie gerät auch der Markt der Kfz-Versicherer in Aufregung. Beim Kauf eines neuen Autos ist der Versicherungswechsel völlig problemlos. Deshalb gibt es viele günstige Angebote, Rabatte und gute Bedingungen. Die Direktversicherungen sind besonders günstig, denn sie haben naturgemäß weniger Verwaltungskosten. Wer eine Direktversicherung wählt, muss unter Umständen als Nachteil hinnehmen, dass man den „Papierkrieg“ ohne Hilfe erledigen muss, auch zum Beispiel die Schadensanzeige bei einem Unfall.
Daten für Vergleich notwendig
Für einen Online-Versicherungsvergleich werden die Daten des neuen Wagens benötigt, die man vom Händler erfahren kann. Abgefragt werden auch die Schadensfreiheitsklasse und diverse Sonderrabatte wie Garagenfahrzeug, Frau oder alleiniger Nutzer des Wagens. Es kann schon sein, dass so ein Direktversicherer erheblich günstiger ist als die alte Versicherung.
