Immer mehr Versicherungsabschlüsse im Internet
5. Jun 2009 von Jutta
Das Internet wird nicht nur beim shoppen, sondern auch für den Abschluss von Versicherungen immer beliebter. Der Hightech-Verband BITKOM hat das im Zuge einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts ARIS festgestellt. Befragt wurden 1.002 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren.
Der Befragung zufolge haben bereits eine Million Deutsche eine Versicherung über das Internet abgeschlossen. Betrachtet man ähnliche Erhebungen aus dem Bereich des E-Commerce, also dem Einkaufen im Internet, so tun das überproportional viele jüngere Leute. Doch beim Versicherungsabschluss ist das anders. Da sind es vorrangig ältere Menschen über 50, die sich online versichert haben. BITKOM-Präsident Professor August-Wilhelm Scheer fasst den Trend zusammen: “Das Internet etabliert sich zunehmend als zusätzlicher Vertriebsweg für Versicherungsprodukte.” Besonders gut lassen sich standardisierte Policen wie Reise-, Rechtsschutz- und Kfz-Versicherungen verkaufen. Die Direktversicherer spielen dabei eine gewichtige Rolle im “World-Wide-Web”. Sie können durch die Minimierung ihrer Kosten günstige Tarife anbieten. Aber auch konservative Versicherungsunternehmen stellen sich im Internet oft mit günstigen Angeboten dar.
Neue Chancen für Versicherungen
Bisher waren eigentlich Versicherungen im Internet nicht so der Renner. Eintrittskarten, Reisen und Flugtickets, Shopping allgemein lagen in der Gunst der Nutzer weit vorn. Doch die Möglichkeiten von Versicherungsabschlüssen im Netz werden größer. Oft ist gerade bei Versicherungen eine Beratung sinnvoll und auch nötig, meint Professor Scheer. Das gilt vor allem beim Wechsel der Krankenversicherung, bei allen Abschlüssen um die Altersvorsorge oder die Berufsunfähigkeit. Dort gibt es im Internet Möglichkeiten zum Kontakt mit einem Berater. Doch wenn ein Sachverhalt nicht gar so kompliziert ist, kann der Vertrag oft gleich online abgeschlossen werden.
Informationen: Die Internet-Spezialität
Wenn es um die Informationen geht, liegt das Netz weit vorn. Eine Forsa-Umfrage belegt, dass sich 40 Prozent der Deutschen so über Finanzen, die entsprechenden Produkte und eben auch Versicherungen informieren. Auskünfte bekommen die Internetnutzer sowohl von den entsprechenden Anbietern als auch über Finanzportale. Vergleichsrechner können eine erste Orientierung über Tarife und Bedingungen geben. Vorsicht ist im Internet aber immer geboten. Denn obwohl die meisten Anbieter und ihre Seiten seriösen sind, muss man doch immer vor schwarzen Schafen im Netz auf der Hut sein.
