Die Ausbildungsversicherung und ihre besseren Geschwister
14. Jul 2009 von Jutta
Alle Eltern wollen das Beste für ihre Kinder, und sie versuchen sie abzusichern. Der Begriff “Ausbildungsversicherung” suggeriert eine spezielle Absicherung für den Nachwuchs, doch in den meisten Fällen bedeutet das nichts anderes als eine ganz normale Kapitallebensversicherung.
Ob für das Studium, die Ausbildung, den fahrbaren Untersatz oder die eigene Wohnung – viele Eltern wollen für ihre Kinder Geld ansparen, das dann bei Bedarf oder am 18. Geburtstag zur Verfügung steht. Berater wollen gerne Policen einer speziellen Ausbildungsversicherung verkaufen, doch Verbraucherschützer halte das nicht für optimal. Es ist eigentlich ein nicht sonderlich guter Schutz vor Risiken und auch keine so prickelnde Geldanlage. Denn es wird nur ein Teil der Beiträge angelegt und angespart, die zu erwartende Rendite wird geringer durch die Abdeckung des Todesfallschutzes.
Viele Möglichkeiten
Vor allem muss man Großeltern, die eine Ausbildungsversicherung für ihre Enkel abschließen wollen, eigentlich davon abraten. Großeltern sind in den meisten Fällen bereits in fortgeschrittenem Alter, weshalb der Risikoanteil des Versicherungsbeitrages sehr hoch ist. Gespart wird deshalb ein noch geringerer Teil der Zahlungen. Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, wenn man für die Kinder oder Enkelkinder vorsorgen will. Gut verzinste Tagesgeldkonten, Banksparpläne oder auch sichere Bundeswertpapiere sind eine gute Alternative.
Fest oder flexibel
Banksparpläne sind eine relativ unflexible Sache. Wenn es zum Beispiel vor Ablauf des Banksparplanes nötig sein sollte, doch über das Geld zu verfügen, so könnte es eine böse Überraschung geben. Denn das ist oft nicht vor dem Ende des festgelegten Planes möglich. Bei den Tagesgeldkonten ist das anders, denn die sind täglich verfügbar. Nur wenn es sicher ist, dass das angelegte Geld bis zum Ende eines Sparplanes nicht benötigt wird, sollte man einen Banksparplan abschließen. Unter diesen Bedingungen ist ein solcher Plan eine gute Alternative zu einer Ausbildungsversicherung.
Zinssatz ist immer wichtig
Es gibt Sparpläne sowohl mit festen Zinsen als auch mit variablem Zinssatz. Man achte also gut auf diesen Zinssatz, der bei Vertragsabschluss Gültigkeit hat. Ist der relativ hoch, ist ein Sparplan mit festem Zinssatz günstig. Bei aktuell niedrigen Zinsen sollte dem variablen Zinssatz der Vorzug gegeben werden. Bei der Entscheidung für Wertpapiere des Bundes ist auch das aktuelle Zinsniveau wichtig. Die Anlage in solchen Wertpapieren verbietet sich im Grunde bei einem niedrigen Zinssatz. Sparplan oder das Depot mit den Wertpapieren sollte aber immer auf den Namen des jeweiligen Kindes eingerichtet werden, denn dann ist es möglich, die Sparerfreibeträge bei den Erträgen geltend zu machen.
