Grundregeln zum Schutz vor Fahrraddieben
27. Mrz 2010 von Jutta
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat eine Statistik öffentlich gemacht, nach der im Jahr 2008 rund 360.000 Fahrräder gestohlen wurden. Die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstahl ist schon seit Jahren auf einem konstant niedrigen Niveau, bei rund 10 Prozent.
Die Schäden sind mit ungefähr 123 Millionen Euro recht hoch. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn die Geschädigten über die recht dünn gesäten Aufklärungen von Fahrraddiebstählen nicht gerade glücklich sind. Noch weniger werden sich die Hausratversicherungen oder die speziellen Versicherungen für hochwertige Drahtesel freuen, wenn wieder einmal ein Fahrrad abhanden gekommen ist.
Erste Absicherungen
Oft würden ein paar Grundregeln beim Abstellen von Fahrrädern die Diebstähle erschweren oder sogar verhindern. So sollte das Fahrrad immer, auch wenn es nur kurz ohne Aufsicht ist, abgeschlossen werden. Gelegenheitsdieben, die fast ein Drittel aller Diebstähle begehen, werden so schon viele Gelegenheiten entzogen. Grundsätzlich sollte das Fahrrad nicht an menschenleeren Orten abgestellt werden. Auch an Plätzen, die man nicht gut einsehen kann, fühlen sich Fahrraddiebe sicher.
Festbinden
Doch reicht das nicht aus. Das Rad sollte mit dem Rahmen an einen fest installierten Gegenstand angeschlossen werden. Der muss aber hoch genug sein, damit man das Fahrrad samt Schloss auf keinen Fall darüber hinweg heben kann. Zwischen dem besagten Gegenstand, dem Schloss und dem Fahrrad sollte es möglichst wenig Raum geben. So können keine Werkzeuge zum Zerstören des Schlosses eingesetzt werden. Die Öffnung für den Schlüssel sollte nach unten gerichtet sein. Damit wird dem Dieb der Einsatz von Spezialwerkzeugen ziemlich schwierig gemacht.
Geheimzeichen
Bei Fahrradschlössern gilt der Grundsatz: Teuer ist gut. Ein gutes und sicheres Fahrradschloss hat seinen Preis. Will man es hier billig haben, so wird am falschen Ende gespart. Der Fachhandel bietet Schlösser mit verschiedenen Sicherheitsklassen an. Je höher diese Klasse, um so sicherer das Schloss. Richtig teure Räder sollten codiert werden. Dabei bekommt das Fahrrad eine spezielle Kennzeichnung. Der Versuch, diese Codierung zu entfernen, führt zu einer Beschädigung des Rahmens. Das macht das Fahrrad für Diebe praktisch wertlos. Ein codiertes Fahrrad kann ohne den Eigentumsnachweis kaum verkauft oder auch nur benutzt werden.
Vorbeugen
Es ist natürlich immer mit großem Ärger und vielen Laufereien verbunden, wenn das Fahrrad gestohlen wird. Den finanziellen Ausfall kann eine Versicherung ersetzen, denn Fahrräder können über die Hausratversicherung abgesichert werden. Bei mehreren Fahrrädern in einer Familie oder bei sehr teuren Rädern empfiehlt sich eine spezielle Fahrrad-Versicherung. So manchen ist der Drahtesel, das Bike oder das Stahlross lieb und wert. Auch wenn das Geld von der Versicherung in den meisten Fällen für ein neues Rad ausreicht, so können die Sicherheits-Tipps den Diebstahl verhindern und damit Aufregung, Ärger und Missmut ersparen.
